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Schützenverein Leer e.V. von 1550   Hier erfahren Sie ein wenig über den Ursprung und die Geschichte des Schützenverein Leer von 1550 Auszug aus der Festansprache zum 450. Jubiläum am 08. Juli 2000 - Hermann Jütting - Die Geschichte des Schützenvereins Leer von 1550 In der Stadt Leer hat das Schützenwesen im Mittelalter in hoher Blüte gestanden. Im Jahre 1550, das genaue Datum ist nicht bekannt, wurde es für nötig befunden, eine neue Schützenrolle, also an Stelle einer bereits vorhandenen, zu erlassen. Das Alter der älteren Schützenrolle lässt sich nicht ermitteln. Aus dieser Rolle geht ebenso wie aus denen anderer Städte hervor, dass das Schützenfest aus uraltem germanischen Vogel - (Tauben und Papageien) schießen hervorgegangen ist. Der Vogel, hoch an einer Stande auf der "Vogelwiese" dem Schützenplatz - ursprünglich in natura, später in Holz mit ausgebreiteten buntbemalten Fittichen, angebracht, musste heruntergeschossen werden. Jetzt ist ja durchweg ein Scheibenschiessen daraus geworden. Zugleich hören wir aus der Rolle von Leer, dass die Einrichtung der Schützengilden in den Städten und Flecken eine damals wichtige Sache für die Wehrhaftigkeit der Bürger und die Verteidigung der Stadt gegen Feinde war. Auch die ursprüngliche Zeit des Vogelschießens, welches immer ein Frühjahrsvergnügen war, ist für die Schützenfeste lange beibehalten worden, es ist die Pfingstzeit. In der Rolle von Leer heißt es, dass die Schützen um Pfingsten nach alter Gewohnheit den Vogel schießen sollen. Merkwürdig genug tritt das Schützenfest, respektive der Vogel auch in einer Beziehung zur Kirche. Wer den Vogel dreimal nacheinander schießt, dem gehört er für das folgende Jahr bis zum nächsten Vogelschiessen. Der glückselige Besitzer also der König soll an allen vier hohen Festen den Vogel mit in die Kirche nehmen. Mit den Hochtieden sind Weihnachten, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten gemeint. Laut der Schützenrolle von Esens aus dem Jahre 1577 soll er den Papageien sogar an allen Fest- und Sonntagen bei Strafe von einer Tonne Bier, am Halse in die Kirche tragen. Auch zwölf Taler Lösegeld und auf Lebenszeit völlige Freiheit aller Herren- und Bürgerdiensten würde er zu genießen haben. Im übrigen weisen die Bestimmungen in Leer darauf hin, das es auf dem Schützenplatz und namentlich beim Schiessen alles ordentlich und ehrlich zugehen soll. Jede Übertretung wird mit ganzen Tonnen oder "Veerhupen" (Vierteltonnen) Bier bestraft. Da dieses Bier nicht gerade zum Weggießen oder Verschütten bestimmt war (vor letzterem wurde sogar ausdrücklich gewarnt), so wird das schließlich seine Wirkung nicht verfehlt haben. Es liegt sogar nahe, dass infolge des überreichlichem Biergenusses es zum Fluchen, ungebührlichen Verhaltens und zum Umsichschlagens kam. Merkwürdigerweise muss solches dann aber wieder mit Bier, und zwar gerade dies mit ganzen Tonnen Bier, gebüßt werden. Da drahte man sich entschieden in einem Fehlerhaften Kreis herum. Da man bei den Trinkgelagen auf dem Schützenplatz vielfach erfahrungsgemäss geneigt sein mochte, alten Hass und Zwist mit Worten und Taten auszutragen, ja vielleicht auch auf dem Schützenfest selbst mancherlei Anlass zu Eifersucht und Neid gegeben haben mochte, so war es entschieden eine weise vorbeugende Bestimmung, das man, natürlich bei der unvermeidlichen Strafe von einer Tonne Bier, sein Messer oder Gewehr nach Hause schicken oder den Ältermännern übergeben sollte. Die in der Rolle enthaltenen vielen Strafandrohungen mit zum Teil recht erheblichen Bierlieferungen lassen darauf schließen, dass es bei den Schützenfesten in Leer recht munter zugegangen ist. Mit den Jahren scheint das Biertrinken die Hauptsache und das Schiessen, also die Darlegung der Wehrhaftigkeit, arg in den Hintergrund getreten zu sein. Unumstößliche Beweise dafür liegen aus dem Jahre 1632 vor. Nicht weniger als 43 Leeraner Bürger sahen sich nämlich am Pfingstfeste jenes Jahres veranlasst, ihrem Amtmann, den "ehrenwerten" Herrn Tilemann Wiarda mit der dringenden Bitte zum Grafen Ullrich, dem damaligen Landesherren, zu deputieren, den eben wahrgenommenen entsetzlichen Missbräuchen beim Schützenfest Einhalt zu gebieten. Offenbar waren die 43 ernste Feinde des löblichen Vogelschiessens und deren anschließenden Belustigungen, denn Ihre Schilderung war wenig glimpflich. Nun, so ganz Unrecht hatten die 43 nicht, und auch ihr Amtmann Tilemann Wiarda mochte ihnen zustimmen. Er scheint beim Grafen in ihrem Sinne referiert zu haben, denn sie hatten Erfolg. Bereits eine Woche darauf, am 19. Mai gibt ihnen der Graf mit grollendem Gemüte gegen die Schlemmer recht. Er verbietet kurz und gut jegliche Schützenlust zu Pfingsten. Graf Ullrich spaßte nicht. Zwar hält er das Vogelschiessen für eine nützliche Übung, die er beibehalten will. Aber vor dem 24. Juni darf nicht angefangen werden. Wobei alles Fressen und Saufen zu unterbleiben hat. Nun war der Frieden zwar hergestellt, aber nur von kurzer Lebensdauer. Denn schon am 2. Juli 1633 erhob sich neuer Streit. Einige der unter der Vogelstange versammelten Schützen weigerten sich zu schießen. Sie wollten eine Gilde abhalten. Der Tumult wuchs und man musste die Feierlichkeiten abbrechen und heimkehren. Abermals gingen zwei große Bittschriften an den Grafen ab, die eine sogar mit 90 Unterschriften Leeraner Bürger. Wie nicht anders zu erwarten, stellte sich Graf Ullrich auf die Seite von Sitte und Ordnung. Er wies an, man möge sich vertragen und mit dem Schiessen fortfahren, und ansonsten seinen Anordnungen des Vorjahres gehorchen. Zu erwähnen ist noch ein merkwürdiger Umstand aus dem Jahre 1733. Der Landesfürst befahl die Einsendung der Schützenrolle, da die Existenz diese doch immerhin für Leer wichtigen Dokumentes nicht mehr nachgewiesen werden konnte. Damals wurde dem Landesfürsten berichtet, die Rolle läge in Leer nicht mehr vor. Über den Verbleib könne man nichts sagen. In Leer gab es zur damaligen Zeit mehrere Schützengesellschaften. In einer Anzeige werden die Mitglieder des Schützenkorps zum Preisschießen aufgefordert. An anderer Stelle wird zur Versammlung der Schützengesellschaft eingeladen. Auch von einem Schützenverein ist in den Anzeigen aus jener Zeit die Rede. Es gab freilich auch trübe Zeiten, und das Schützenwesen in Leer ging immer mehr zurück, bis im Jahre 1861 Bürger der Stadt den Entschluss fassten, neben der bestehenden Schützengesellschaft einen Schützenkorps zu gründen. Am 9. August 1861 wurde die Satzung des neuen Schützenkorps genehmigt. Das Korps wurde Mitglied des Deutschen Schützenbundes. Im Jahre 1865 nahmen zwanzig Mitglieder des Schützenkorps Leer am Bundesschiessen in Bremen teil. Bei dieser Gelegenheit wurde von einem Schützenbruder eine Medaille gestiftet, die heute noch unsere alte Königskette ziert. Ende der neunziger kam es zu Reibereien im Schützenkorps. Der frühere Emder Schütze und Hotelier Karl Krämer gründete am 18. Januar 1901 einen Bürgerschiessverein, der sich dem Deutschen Schützenbund anschloss, derweil das Schützenkorps austrat. Der Bürgerschiessverein feierte in den ersten Jahren in Wallers Garten, später im Bürgerpark an der Heisfelderstrasse (heute auch noch als Schützengarten bekannt), das Korps hatte seinen Standort in Heisfelde bei Barkei. Im Jahre 1903 errang Schützenbruder Hübner vom Bürgerschiessverein die Königswürde für den Kaiser Seine Majestät Wilhelm II. Es ist noch heute so, dass der amtierende Schützenkönig die ersten Schüsse für das Staatsoberhaupt abgibt. Im gleichen Jahr wurde vom Bürgerschiessverein eine Fahne von der Mündener Fahnenfabrik für 536,80 Mark angeschafft. Das dieser Betrag für damalige Verhältnisse sehr viel Geld war, beweißt die Tatsache, das die Fahne in 3 Jahresraten bezahlt wurde. Die Fahnenweihe erfolgte am 24.08.1903 in Wallers Garten. Vom 9. bis 11. Juni 1912 wurde das 3. Ostfriesische Bundesschiessen in Leer durchgeführt. Im Jahre
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